Unsere Gemeinde entstand in den 1950er Jahren aus Bibelstunden bei Familie Herzog. Durch Evangelisationen wuchs sie stetig, bis 1964 ein erstes Gemeindehaus entstand. Mit dem Zuzug russlanddeutscher Geschwister wurde 1995 ein größeres Gebäude in Gensungen bezogen.
Heute umfasst die Gemeinde vielfältige Dienste, eine starke Kinder- und Jugendarbeit sowie eine Gemeindeband. Trotz Herausforderungen erlebten wir Gottes Führung und bemühen uns seinem Auftrag treu zu bleiben.
Unsere Gemeinde entstand aus einer kleinen, familiären Initiative heraus. In den späten 1950er Jahren zogen Hermann und Ännchen Herzog nach Felsberg und bemerkten, dass es dort keine evangelische Gemeinschaft gab. Angespornt von dieser Lücke begannen sie mit Bibelstunden in ihrem eigenen Zuhause. Unterstützt von Geschwistern aus Gudensberg wuchs das Interesse, und es formierte sich eine kleine Gruppe, die sich regelmäßig traf. Die erste Zeltevangelisation war ein wichtiger Meilenstein, der viele Menschen mit dem Evangelium erreichte. Infolge dieser Arbeit entstanden regelmäßige Kinderstunden, die zunächst in einem angemieteten Gasthaus stattfanden.
Mit der Zeit wuchs die Gemeinde kontinuierlich. 1962-1964 wurde ein eigenes Haus mit einem Jugendraum für Bibelstunden errichtet, was neue Möglichkeiten für die Gemeindearbeit schuf. Regelmäßige Evangelisationen, Kinderbibelwochen und weitere Veranstaltungen etablierten die Gemeinde in der Region. Auch Herausforderungen, wie Widerstände aus der Umgebung, wurden durch Gottes Hilfe bewältigt.
Ab 1991 kamen zunehmend Geschwister aus dem russlanddeutschen Kontext hinzu, wodurch die Gemeinde weiter anwuchs. Aufgrund des Platzmangels erwarb die Gemeinde die ehemalige Raiffeisenbank in der Poststraße in Gensungen. Die zentrale Lage nahe dem Bahnhof machte das Gebäude für viele gut erreichbar. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde es zu einem funktionalen Gemeindehaus umgebaut, mit einem großen Saal, Räumen für Kindergruppen, einem Büchertisch sowie sanitaren Einrichtungen. Auch eine Wohnung und eine Küche mit Speisesaal wurden integriert.
Die wachsende Gemeinde entwickelte sich stetig weiter. Verschiedene Dienste entstanden. Aus kleinen Initiativen wurden etablierte Strukturen. Die Kinder- und Jugendgruppen differenzierten sich in Mini-, Kinder-, Jungschar-, Teeny- und Jugendgruppen. Der technische Bereich wuchs von einer einfachen Mikrofon- und Mischpult-Lösung zu einem fast schon professionellen Technik-Team. Während der Corona-Pandemie wurde zudem ein Livestream für Gottesdienste eingeführt. Auch die musikalische Gestaltung entwickelte sich: wurden die Gottesdienste anfangs von einem Klavier begleitet, wuchs der Dienst zu einer Gemeindeband mit Gesangsanleitung und verschiedenen Instrumenten an.
Obwohl die Gemeinde Zeiten des Wachstums erlebte, gab es auch Herausforderungen. Doch Gott hat seine Gemeinde stets bewahrt und geführt. Heute ist sie nicht nur Heimat für russlanddeutsche Geschwister, sondern auch für Einheimische und Gläubige anderer Nationen. Wir danken Gott für sein Wirken und seine Treue und freuen uns darauf, seinen Auftrag weiterzuführen.
Die Gemeindeleitung besteht aus den eingesetzten Ältesten. Sie ist das Leitungsorgan der Gemeinde und hat die spezifische Aufgabe sich dem Wort Gottes und dem Gebet zu widmen. Das bedeutet sie trägt die erste Verantwortung für den geistlichen Kurs der Gemeinde.
Der Gemeinderat setzt sich aus Dienstbereichsleitern, den eingesetzten Diakonen und Ältesten zusammen. Der Gemeinderat fördert das Leben und die Arbeit der Gemeinde durch Planung, Koordination, Verwaltung und Gebet. Der Gemeinderat hat eine beratende Funktion der Ältesten und ist für die praktische Umsetzung der Gemeindebeschlüsse zuständig.
Die Gemeindestunde stellt in der Gemeinde Felsberg die Zusammenkunft aller Mitglieder dar. Hier werden Informationen des Leitungskreises weitergegeben. Absprachen und Abstimmungen in diversen Angelegenheiten des Gemeindelebens werden hier getroffen. Die Gemeindestunde finder in der Regel alle zwei Monate statt.